Medienkonzept der Grundschule Kiebitzreihe (Stand Oktober 2016)

Vorüberlegungen

In der Lebens – und Familienwelt der Schüler und Schülerinnen spielt der Umgang mit neuen Medien eine große und elementare Rolle.

Viele Grundschüler besitzen bereits ein eigenes Handy oder auch einen PC / Laptop oder ein Tablet im Kinderzimmer. Zumindest erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit jederzeit oder stundenweise begrenzt auf einen in ihrer Wohnumgebung befindlichen PC zurückgreifen zu können. Es wird über sms oder Whats app miteinander kommuniziert, Notizen, Kontaktdaten und Termine auf Handys gespeichert oder geskypt.

Gemeinsame Spiele finden auf PCs statt und es gibt dort virtuelle Räume, in denen man sich mit dem Spielpartner über Gott und die Welt austauschen kann.

 

 

 

Wenn die Grundschule an die Lebenswelt der Kinder anknüpfen soll und will, müssen die Chancen des Internets und des Computers frühzeitig aufgegriffen und angewendet werden.

Auch ist die berufliche Zukunft der Kinder ohne IT-Kenntnisse nicht mehr denkbar. In allen Aufgabenbereichen erhält die Professionalisierung im Umgang mit dem Computer einen immer höheren Stellenwert. Schule hat die Aufgabe auf diese bildungsrelevanten Umweltveränderungen zu reagieren, damit schon früh gewährleistet wird, dass Schülerinnen und Schüler einen „gesunden“ und angemessenen Umgang mit den neuen Medien erlernen und ein Gefühl über die Gefahren der Nutzung bekommen können.

Um unsere Schülerinnen und Schüler auf ein Leben in der Informationsgesellschaft vorzubereiten, berücksichtigen wir diese Lebenswirklichkeit und haben als Ziel die Schlüsselqualifikation „Medienkompetenz“ anzubahnen.

In diesem Medienkonzept steht der Computer / Laptop als mediales Multifunktionswerkzeug im Mittelpunkt. Es muss aber angemerkt werden, dass der bewährte Einsatz alter Medien (wie Film, Overheadprojektor, Sachbücher, Arbeitshefte, Lexika, etc.) immer noch die Grundlage des täglichen Unterrichtsgeschehens darstellen.

 

 

Die Medienarbeit unserer Schule beinhaltet die Integration der neuen Medien in den Unterricht sowie das „Lernen mit und über Medien“.

Lernen mit Medien zielt darauf, die Verbesserung des fachlichen Lernens und das selbstständige Lernen zu unterstützen, indem Medien von Schülerinnen und Schülern zur Veran­schaulichung von Unterrichtsinhalten eingesetzt werden. Dieses geschieht durch angemessene Lernsoftwareprogramme.

Zur aktiven Auseinandersetzung mit fachlichen Inhalten und zur Recherche und Informationsbeschaffung für Referate, Gruppenarbeiten … soll gezielt das Internet benutzt und auf kindgerechte altersangemessene Suchportale hingewiesen werden.

 

Lernen über Medien“ bedeutet einen kompetenten Einsatz von Medien im Unterricht. Es geht hierbei darum, nicht nur auf den fachlichen Inhalt von Aussagen zu achten, sondern hinterfragt auch die Medienbotschaften und schult damit den sachgerechten, selbstbestimmten, kreativen und sozial verantwortlichen Umgang mit diesen.

 

 

 

Pädagogische Gesichtspunkte für den Einsatz neuer Medien in der Schule

Ziel eines Einsatzes von PC-Arbeit im Unterricht muss ein sinnvoller, für die Lernziele der Grundschule angemessener und unsere technisierte Welt berücksichtigender Umgang mit dem Medium PC sein.Damit verbunden ist die Verpflichtung der Lehrpersonen, ihren Unterricht weiter zu entwickeln, durch neue Medien zu ergänzen und diese zu integrieren – ohne bewährte Inhalte aufzugeben. Die Bereitschaft zu offeneren Lernformen, die den Einsatz von neuen Medien in der Regel fordern, spielt dabei eine wesentliche Rolle.

Hierbei sollen die Schülerinnen und Schüler den Computer als einen Baustein in der Medienvielfalt der Schule erfahren, dessen Einsatz nicht eine Ausschließlichkeit beinhaltet, sondern einen angemessenen Rahmen erhält.

Aber nicht nur die Anknüpfung an die Lebenswirklichkeit der Kinder rechtfertigt einen Computereinsatz in der Grundschule.

Die Arbeit mit Computern im Unterricht hat auch Auswirkungen auf:

  • Soziales Lernen

 

Am Computer ergänzen sich die Kinder in ihren Kenntnissen oft ohne spezielle Hinweise des Lehrers. So

 

werden z.B. elementare Kenntnisse der Textverarbeitung von Kind zu Kind weitergegeben, Rechercheprobleme miteinander gelöst etc.

* Differenzierung

Beim Unterrichtseinsatz von Computern / Laptops kann durch den Einsatz moderner Lernsoftware leicht auf die unterschiedlichen Leistungsfähigkeiten einzelner Schülerinnen und Schüler eingegangen werden. Hierbei geht es nicht nur um das Fördern, sondern auch Fordern einzelner Schülerinnen und Schüler.

Zum einen werden Lerninhalte für leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler mit vielen Anschauungshilfen aufgearbeitet. Diese Kinder können dann in individueller Geschwindigkeit ihre Aufgabenstellungen bearbeiten.

Zum anderen steht auch leistungsstärkeren Schülerinnen und Schülern immer auch zusätzlicher Lernstoff zur Verfügung.

  • Medienkompetenz

 

Der vernünftige und altersangemessene Umgang mit den neuen Medien ist nur dann von anhaltender Dauer, wenn eine sinnvolle und kritische Nutzung der neuen Medien erfolgt.

 

 

Die Kompetenz, aus der großen Fülle der zur Verfügung stehenden Informationen relevantes Wissen auszuwählen und dieses kritisch zu hinterfragen, stellt hierbei eine zentrale aufzubauende Fähigkeit dar.

 

  • Informationserhalt

 

Alles was auf der Welt passiert ist zeitnah im Web dokumentiert. Aktuell Geschehenes kann spontan als Unterrichtsanlass genutzt werden und veranschaulicht werden. Weltweiter Zugriff auf Sachverhalte und vereinfachte Kommunikation ermöglichen einen schnellen und aktuellen Informationserwerb. Neue Formen der selbstständigen Erarbeitung von Wissen kann dadurch ermöglicht werden.

* Lernbereitschaft

Der Umgang mit den neuen Medien wird von uns auch als zusätzliches Angebot gesehen, um die Schülerinnen und Schüler zu ermutigen und zu motivieren sich mit neuen Unterrichtsinhalten auseinander zu setzen. Der Einsatz von Computern in der Grundschule stellt für Schülerinnen und Schüler immer noch einen großen Anreiz dar. Dieses kann auch ohne großen Aufwand für Übungs- und Vertiefungsphasen im Unterricht genutzt werden.

 

 

 

  • Lernkompetenz

 

Auch die Fähigkeit, den eigenen Lernprozess zu organisieren, wird durch die Arbeit am PC geschult: Informationsquellen werden selbstständig gesucht und genutzt, die Bearbeitung von Schreibaufgaben und die Informationsentnahmen aus Internetquellen werden durch die Schülerinnen und Schüler allein eingeteilt. Lernniveaus und Lerngeschwindigkeiten können durch die Schülerinnen und Schüler selbst bestimmt und überprüft werden. Multimediale Datensammlungen oder Materialsammlungen auf CD-Roms eröffnen den Schülerinnen und Schülern neue Möglichkeiten der Informationssuche. Dadurch können Schülerinnen und Schüler niveauabhängig und für die anderen Mitglieder der Lerngruppe nicht nachvollziehbar differenziert an Aufgabenstellungen arbeiten.

 

  • Öffentliche Präsentation

 

Schülerinnen und Schüler können nicht nur im Internet recherchieren oder am PC Lernsoftwareprogramme nutzen, sie können auch durch den Einsatz von Computer im Unterricht eine Transparenz nach außen schaffen und ihre Arbeitsergebnisse innerhalb ihrer unmittelbaren Lebenswelt präsentieren. Angedacht sind dabei Beiträge der Schülerinnen und Schüler auf

 

unserer Schul – Homepage oder der Homepage der Gemeinde Kiebitzreihe.

 

Die Einbindung des Computers in den Unterricht

Die Nutzung von traditionellen Medien wie z.B. dem CD- und Kassettenrekorder, dem Overheadprojektor oder dem Fernseher im Einsatz in den einzelnen Klassen gehört zur täglichen Unterrichtsarbeit an unserer Schule. Sie werden in erster Linie von den Lehrkräften der Schule genutzt und bedient und dienen der Veranschaulichung der Unterrichtsinhalte und sind Arbeitsmaterialien.

Dem Einsatz von Computern im Unterricht kommt also keiner Ausschließlichkeit gleich, sondern soll und wird als ein Medium neben anderen gesehen. Er kann den Lernprozess der Schüler und Schülerinnen unterstützen.

So bearbeiten die Schülerinnen und Schüler mit dem Lernprogramm „Die Lernwerkstatt“ fast täglich Aufgaben zum Fördern und Fordern neben den herkömmlichen Unterrichtsformen. Die Arbeit an diesen Lernprogrammen ersetzt also nicht den Lehrer, sondern dient als unterstützende Unterrichtsform.

 Die Klassen 2-4 nutzen wöchentlich das Internet, um ihre Accounts im Leseprogramm Antolin zu bearbeiten.

 

Weiterhin stellt ein kompetenter und sachgerechter Umgang mit dem Computer ein wichtiges Erfolgskriterium für die Weiterarbeit an den weiterführenden Schulen dar.

Alle Schülerinnen und Schüler unserer Grundschulen sollen von der ersten bis zur vierten Klasse den Umgang mit verschiedenen Medien erlernen.

Wir haben derzeit folgende Verwendungsmöglichkeiten von Computern in unserem Unterricht:

* Lernsoftware in Deutsch und Mathe

* online Recherche

* Hamsterkiste – online Sachunterricht bearbeiten

* Lernwerkstatt

* Antolin – Leseprogramm

* open office - Textverarbeitungsprogramm

Bereits im ersten und zweiten Schuljahr sollen erste elementare Fertigkeiten mit dem Computer angebahnt werden. Erste Lernprogramme sollen dabei der Förderung oder der Forderung einzelner Schüler dienen.

 

 

Im dritten und / oder vierten Schuljahr sollen den Schülerinnen und Schülern spezielle Computerkenntnisse vermittelt werden. Gezielt soll der Umgang mit einem Textverarbeitungsprogramm erweitert und vertieft werden und in offenen Unterrichtsformen sollen individuellen Fähigkeiten in Bezug auf die Internetnutzung erweitert werden. Dabei soll den Schülerinnen und Schülern ein kritischer Umgang mit dem Medium und seiner Nutzung verdeutlicht werden.

Klasse 1:

Im Laufe des ersten Schuljahres werden die Schüler nach und nach in kleinen Gruppen in die Arbeit mit dem Computer eingeführt. Dabei lernen sie ein oder mehrere der unten aufgeführten Programme kennen. Am Ende der Eingangs- phase sollte jeder Schüler in der Lage sein, einfache Übungen durchzuführen.

Ziele:

* Umgang mit der Maus

* PC als „Lernort“

* differenzierendes Unterrichtsmaterial – fördern und fordern

 

 

Genutzte Lernsoftware:

* Lernwerkstatt

* Oriolus Deutsch und Mathematik

* Lernsoftware zu den Arbeitsbüchern

Klasse 2:

In der zweiten Klasse wird auf die Kenntnisse aus dem ersten Schuljahr aufgebaut. Die Kinder erlangen zunehmend Sicherheit im Umgang mit dem Computer. Um den Schülerinnen und Schülern sinnerfassendes Lesen zu ermöglichen, erfolgt eine allgemeine Einführung in das Leseprogramm „Antolin“.

Ziele:

* erste Erfahrungen im Internet

* erste Tippversuche – Titel – Passwörter

* Antolin als online Erfolgs – und Selbstkontrolle

Genutzte Lernsoftware:

* siehe Klasse 1

 

 

Klasse 3:

Die Schüler der Klasse 3 fangen an, erste Erfahrungen mit „Word“ zu machen.

Ziele:

* Zurechtfinden auf der Tastatur – Groß – und Kleinschreibung

* Schriftgröße, -farbe und –art ändern

* mit dem PC gestalten und kreativ sein – Paint

* Umgang mit word und open office

* Dateien speichern und bearbeiten

Genutzte Lernsoftware:

* siehe Klasse 1/2

* paint

* word

* open office

 

 

Klasse 4:

Ein Teil der Schüler der vierten Klasse ist mittlerweile selbstständig in der Lage den Computer gezielt für sich einzusetzen. Eine Unterstützung von Seiten der Lehrkräfte ist für einen anderen Teil der Schüler weiterhin nötig.

Ziele:

* online Recherche – Informationen filtern

* Plakate, Tabellen erstellen

* Bilder in Texte einfügen

Genutzte Lernsoftware:

* siehe Klasse 1/2

Ausstattung unserer Schule

Alte Medien:

* Overheadprojektoren

* TV mit blue Ray – Player

* alte Computer ohne Internet in 1 Klasse

 

 

Neue Medien:

* Laptopwagen mit 16 Laptops

* je 1 Laptop pro Klasse ( derzeit aber nicht in jeder Klasse nutzbar, da es nicht überall Internetanschluss gibt)

Datenschutz und Jugendschutz

Der Daten – und Jugendschutz wird derzeit gewährleistet durch das Wächterprogramm von Dr. Kaiser.

Es wäre wünschenswert, durch einen „Lehrer PC“ einen ständigen Überblick darüber zu haben, welche Internetseiten die Schülerinnen und Schüler bearbeiten.

 

Bring-your-own device

Die Schule hat sich bewusst gegen die bring – your –own – device Möglichkeit entschieden, da wir darin bei Grundschulkindern keine Notwendigkeit sehen. Außerdem stellt die Möglichkeit für uns ein zu großes rechtliches Risiko dar.

Qualifizierungsstand des Kollegiums

Alle Kolleginnen besitzen privat einen internetfähigen PC, der auch zur Unterrichtsvorbereitung genutzt wird und verfügen über Kenntnisse des Betriebssystems Windows sowie der Textverarbeitung „Word“. Zahlreiche schulinterne Verwaltungsdokumente wie Vordrucke, Zeugnishinweise, etc.

 

werden an die Lehrkräfte inzwischen häufig per E-Mail versendet und eigenständig elektronisch weiterverarbeitet.

Für die Nutzung der neuen Medien, bei Neuanschaffung, wird vorausgesetzt, dass dem Kollegium eine adäquate Fortbildung zur Verfügung gestellt wird.

Das Kollegium ist darauf angewiesen dass die Wartung der Hardware durch externe Mitarbeiter geleistet wird.

Ausblick

Auch wenn der gezielte Einsatz des Computers als Medium von allen Kolleginnen als wichtig erachtet wird, hängt dessen Benutzung ganz von den individuellen Erfahrungen und Kenntnissen der einzelnen Lehrperson sowie des Hard- und Software- Bestandes der Schule ab.

Deshalb wäre der Wunsch des Kollegiums, dass die Grundschule Kiebitzreihe zusätzlich ausgestattet wird mit folgenden neuen Medien:

Auflistung mit Begründung

    • Laptop: * auf 30 Laptops aufstocken, da sich die Klassenstärken vergrößern und die SuS so individuell   
    •  
    • und selbstständig arbeiten können. Dieses soll im PC Raum genutzt werden.
    • Whiteboard: * 2 Whiteboards - 1 je Gang, an Whiteboards PC – Vorgänge erklären, Filme etc. direkt aus dem Internet schauen – schneller, aktueller Zugang zu Materialien aus dem Internet zu    Unterrichtszwecken für die ganze Lerngruppe sichtbar
    •  
    • Software: * immer neue Aufstockung, um dem Wandel der Unterrichtsinhalte gerecht zu werden
    •  
  • SchulCommsy:

 

  •  
  • Tablets: * 12 Stück, um schnell und unkompliziert etwas im Unterricht in den Klassenräumen zu googlen oder online zu recherchieren* Bücher bei Antolin eintragen 
  • * platzsparend in jedem Klassenraum aufzubewahren
  • * schneller Zugriff auf Differenzierungsmaterialien aus dem Internet
  • Drucker: Wir streben an, aus allen Klassenräumen heraus über WLAN oder Bluetooth die Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler ausdrucken zu können.

 

 

 

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass alle Kolleginnen die folgenden Ziele durch den Einsatz von Computern in unserer Schule erreichen wollen:

  1. Medienkompetenz erhöhen
  2. selbst bestimmtes Lernen ermöglichen
  3. Wissen erweitern Ein Schulkonzept beinhaltet immer die langfristigen Ziele der schulischen Arbeit, sowie den Weg, der dahin führt. Das Medienkonzept der Grundschule Kiebitzreihe, dem sich das Kollegium verpflichtet hat, soll regelmäßig alle zwei Jahre evaluiert werden.* Vorstellung des Medienkonzeptes innerhalb der Gremien der Grundschule Kiebitzreihe
  4. Zur Erreichung und Durchführung unseres Medienkonzeptes sollen folgende Schritte unternommen werden:
  5. Schlusswort

* Kontaktaufnahme zu Nachbarschulen des Schulverbandes

* Abstimmung mit der Grundschule Op de Host bezüglich der anzustrebenden Kompetenzziele

Struve – Schule und Bismarckschule über die Frage:

„ Welche Kompetenzen erwarten weiterführende Schulen?“

 

 

* Zusammenarbeit mit Herrn Tollnik

* Bestimmung eines Projektleiters innerhalb des Kollegiums, der für die Realisierung des Medienkonzeptes nach außen hin Ansprechpartner ist

* Weiterbildungsmaßnahmen

* Vorstellung des Medienkonzeptes beim Schulverband

* Umsetzung des Medienkonzeptes bis 2018